| Bevor es an´s Essen geht, sollte man noch `n paar Dinge wissen:
Bier ist meist schweinekalt und deshalb ohne Schaum, dafür ist das Essen nicht so heiss, wie bei uns (die Griechen ham´s eh warm genug). Auch bekommt man keine komplette Tellergerichte, wie das bei uns üblich ist, sondern man ordert alles einzeln. So bestellt man z.B. für drei Personen 12 Souflakia kalamakia (kleine Fleisch-Spiesse), 2x Patates (meisst Pommes Frittes), Salata (Salat) oder Choriatiki (Bauernsalat) und Zaziki, dann greift
jeder einfach zu. Sollte etwas nicht reichen, kann man nachbestellen. Angenehm aufgefallen ist mir, dass der Salat pur serviert wird, Essig, Öl, Salz und Pfeffer stehen auf dem Tisch und so kann man sich alles nach eigenem Geschmack selbst zurechtmachen. Hat es denn mit der Bestellung unter Zuhilfenahme sämtlicher Körperteile und Fremdsprachenkenntnissen geklappt, so gibt es dennoch einige kleine Hürden. Kommt der Kellner, blickt auf das leere Bierglas und sagt irgendetwas von Birra, was man sicherlich richtig als Frage
nach einem neuen Bier versteht und man antwortet ganz salopp “ne”, kann es passieren, dass man noch eins bekommt. Ne (nai geschrieben) heisst “ja”, wenn man nein meint, heisst das “ochi ” (mit ch wie in “nicht”) Auf Unverständnis kann man auch stossen, wenn man als Durchschnitts-Nordeuropäer mittags etwas essen will. Die Griechen essen erst am frühen Nachmittag (so gegen 15 Uhr), weil es
vorher einfach zu heiss ist. In Touristenzentren ist man aber auf unsere Essgewohnheiten eingestellt. |